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Basel. – Mit dem samstäglichen Heimspiel des FC Basel 1893 gegen den FC Luzern führte die Basel United AG als Betreiberin des Stadion St. Jakob-Park das neue Konzept zur Abfallentsorgung ein. Erste Bilanz: Das Konzept wurde erfolgreich eingeführt und stösst bei den Zuschauerinnen und Zuschauer auf breite Akzeptanz. Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass die Biopower AG den bereits getrennten Abfall kurzfristig noch nicht entgegen nehmen wird.

Das Publikum wurde mit dem Slogan „green and clean“ aufgefordert, den Abfall in einem der 90 neuen grün-schwarzen Abfallcontainern richtig zu entsorgen. Nach einer ersten Bilanz kann die Stadionbetreiberin Basel United AG von einer erfolgreichen Abfalltrennaktion sprechen. Der Fussballfan goutiert das neue Konzept zur Abfallentsorgung im Stadion St. Jakob-Park und zeigt sich entsprechend diszipliniert bei der Abfalltrennung. Sämtliche Catering-Produkte sind aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und damit biologisch und CO2-neutral abbaubar.
Die Reinigungsfirma ISS, im Stadion St. Jakob-Park für die Reinigung zuständig, bestätigt, dass der liegen gebliebene Abfall auf den Rängen gegenüber vergangener Spiele klar zurückgegangen ist. Das speziell geschulte Reinigungspersonal sortiert den Abfall auf den Rängen im Nachgang sorgsam und entsorgt ihn entsprechend den Vorgaben „grün“ und „schwarz“. Die Catering-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter und der Stadiondienst von Basel United AG werden die Zuschauerinnen und Zuschauer auch bei den kommenden Heimspielen des FC Basel 1893 auf die richtige Abfallentsorgung aufmerksam machen und auch entsprechend behilflich sein.
Stadionabfall wird von der Biopower Nordwestschweiz noch nicht angenommen
Die Biopower Nordwestschweiz AG, in deren Anlage in Pratteln der „grüne“ Abfall aus dem St. Jakob-Park hätte zu Kompost verarbeitet werden sollen, hat sich kurzfristig dazu entschieden, Analysen der anzuliefernden Catering-Produkten, insbesondere der PLA-Becher, einzufordern. Die Bedenken der Biopower fussen auf Medienberichten, wonach diese Becher möglicherweise teilweise aus genverändertem Mais hergestellt worden sind und befürchtet wird, dass Rückstände im Endprodukt Kompost vorhanden sein könnten. An der heutigen Sitzung zwischen der Biopower, Basel United und der Vertreiberfirma Pacovis AG wurden die erforderlichen wissenschaftlichen Produktanalysen sowie Studien, wonach keine gentechnisch veränderten Reststoffe in den Kompost gelangen können, der Biopower übergeben.
Bis Donnerstag, 22. Februar 2007, will sich die Biopower darüber äussern, ob sie die Abfälle aus dem St. Jakob-Park annehmen wird, oder nicht. Über das weitere Vorgehen wird seitens von Basel United AG zu einem späteren Zeitpunkt informiert. Nach gegenseitiger Absprache und zur Findung einer partnerschaftlichen Lösung wird sich bis Donnerstag keine der drei Parteien gegenüber den Medien äussern.
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